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Sie war im Bereich der Frauenbildung tätig und Mitbegründerin des Deutschen Ärztinnenbundes und der Freiburger Ortsgruppe des Deutschen Akademikerinnenbundes. Else Liefmann wurde als Tochter des Kaufmannes Semmy Liefmann in Hamburg geboren. Hier verbrachte sie auch mit ihrer Familie ihre ersten Lebensjahre. Else wurde, wie ihre Geschwister, evangelisch getauft, nachdem die Eltern zum evangelischen Glauben konvertiert waren. Die Mutter zog nach dem Tod des Vaters mit den Kindern nach Freiburg. Im bürgerlichen Stadtteil Wiehre kaufte sie 1894 eine Villa.  Elses ältester Bruder Robert wurde Professor für Nationalökonomie an der Universität Freiburg, die jüngste Schwester Martha studierte Kunstgeschichte.\r\n\r\nElse Liefmann arbeitete zunächst als Grundschullehrerin und studierte dann Medizin. Im Jahr 1915 eröffnete sie eine Praxis für Säuglings- und Kinderkrankheiten sowie für „Ärztliche Erziehungsberatung“. In den folgenden Jahren engagierte sie sich auf vielfältige Weise. 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Sie wurde als Tochter des Kaufmanns und Fabrikanten Josef Lehmann (1853–1911) und seiner Ehefrau Flora geb. Lauchheimer (1867–1940) in Stuttgart geboren. Sie hatte zwei Schwestern und wuchs in einem gutbürgerlichen, vom liberalen Judentum geprägten Elternhaus auf. Durch die Schwester ihrer Mutter war sie eine Kusine des Soziologen Max Horkheimer. Nach der Schulzeit am Königin-Katharina-Stift verbrachte sie ein Jahr in einem Schweizer Internat in Lutry bei Lausanne. Im Jahr 1913 heiratete sie Gustav Horace Lepman (1877–1922), den Sohn eines deutschstämmigen Amerikaners und Teilhaber einer Bettfedernfabrik in Feuerbach. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor (Anne-Marie geb. 1918, Günther geb. 1921). Gustav Lepman kämpfte während des Ersten Weltkriegs als deutscher Offizier in Frankreich. Er überlebte den Krieg, starb jedoch 1922 an den Folgen seiner Kriegsverletzungen. Er hinterließ eine Lebensversicherung von 100.000 Reichsmark, die durch die Inflation jedoch schnell an Wert verlor. <br /><br />Lepman, die sich bereits als Jugendliche mit dem Schreiben begonnen hatte, fing als erste weibliche Redakteurin beim liberalen <em>Stuttgarter Neuen Tagblatt</em> an. Sie schrieb gesellschaftspolitische Beiträge und etablierte 1927 die Beilage „Die Frau in Haus, Beruf und Gesellschaft“. Daneben veröffentlichte sie ihr erstes Kinderbuch (<em>Der verschlafene Sonntag</em>, 1927) und ein Theaterstück für Kinder (<em>Der singende Pfennig</em>, 1929). Sie trat der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) bei, in der sie führend in der Frauengruppe tätig war. 1929 kandidierte sie an der Seite von Theodor Heuss erfolglos für den Deutschen Reichstag. <br /><br />Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 verlor Jella Lepman als Jüdin ihre Festanstellung. Bis 1935 wurde sie noch als freie Mitarbeiterin beschäftigt. 1936 emigrierte sie mit ihren beiden Kindern über Italien nach England, wo sie acht Jahre als staatenlose Einwanderin leben sollte. Während ihre Kinder in Internaten untergebracht waren, schlug sie sich mit journalistischen und schriftstellerischen Arbeiten durch. Sie arbeitete als Sekretärin für Anita Warburg, die in London die Emigrationsabteilung der jüdischen Hilfsorganisation Woburn House leitete und Kindertransporte organisierte. Im Auftrag von Olga Schnitzler kopierte Lepman 1938 an der Cambridge University Library Manuskripte aus Arthur Schnitzlers Nachlass. Später arbeitete sie für die BBC und den US-amerikanischen Sender ABSIE (American Broadcasting Station in Europe). <br /><br />1943 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Katherine Thomas das Buch <em>Women in Nazi Germany</em>, das den Alltag von Frauen und die politische Entwicklung in Deutschland seit dem Ersten Weltkrieg beschreibt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 kehrte sie als Beraterin der US-Armee für Frauen- und Jugendfragen im Rahmen des „Reeducation“-Programms der amerikanischen Militärregierung nach Deutschland zurück, wo sie zunächst in Bad Homburg, dann in München wohnte. Da sie überzeugt war, dass man beim Wiederaufbau Deutschlands die Hoffnung vor allem in die Kinder zu setzen habe und dass Bücher das beste Mittel seien, um die deutschen Kinder zu Weltoffenheit, Toleranz und Friedensliebe zu erziehen, konzentrierte sie einen erheblichen Teil ihrer Arbeit auf die Förderung der Kinder- und Jugendliteratur. <br /><br />Sie organisierte 1946 die internationale Ausstellung „Das Jugendbuch“, die im Haus der Kunst in München eröffnet wurde und anschließend an vielen Orten, u. a. in der Württembergischen Landesbibliothek, im Frankfurter Städel und im US Information Center in Berlin zu sehen war. 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Sie besuchte in Wien die Privatschule von Eugenie Schwarzwald, wechselte aber nach dem Tod ihres Vaters auf eine öffentliche Handelsschule. Nebenbei nahm sie privat Schauspielunterricht beim Burgschauspieler Karl Forest. Nachdem sie die Matura erreicht hatte, war sie im Büro des Bankhauses Pollak tätig. Als Lederer durch den Konkurs ihres Arbeitgebers den Arbeitsplatz verlor, engagierten sie Hugo Bettauer und Rudolf Olden als Sekretärin ihrer Zeitschrift Bettauers Wochenschrift <em>Probleme des Lebens</em>. Diese Zeitschrift war nicht unumstritten und wurde gerade aus konservativen Kreisen immer wieder angegriffen. Das Ganze eskalierte, als am 26. März 1925 der Zahntechniker Otto Rothstock in die Redaktion eindrang und Bettauer erschoss. Rudolf Olden verschaffte Lederer, die nach diesem Ereignis kündigen wollte, eine Stelle als Privatsekretärin bei seinem Bruder, dem Schriftsteller Balder Olden. Ab 1926 lebte Lederer als Privatsekretärin Balder Oldens in Berlin und konnte dort zwei Jahre später mit ihrem Roman <em>Das Mädchen George</em> debütieren. Differenzen um Lederers Geburtsjahr stammen aus dieser Zeit. Neben ihrem Roman und Novellen, die nun in rascher Folge erschienen, schrieb sie auch für den Film. Gleich nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten versuchte Lederer ihr wirtschaftliches Auskommen zu sichern. Am 8. September 1933 wurde sie, trotz jüdischen Glaubens, Mitglied der Reichsschrifttumskammer. Im darauffolgenden Jahr durfte noch ein kleiner Roman erscheinen, im Juli 1935 wurde ihr gesamtes literarisches Werk verboten. <br /><br />Lederer emigrierte 1934 nach Shanghai und arbeitete dort als Kindermädchen. Doch nachdem sie sich mit Tuberkulose angesteckt hatte, kehrte sie im Laufe des Jahres 1935 nach Wien zurück. Abwechselnd lebte sie in Wien und in Positano (Italien), um ihre Krankheit auszukurieren. Obwohl 1936 der Wiener Weltbild-Verlag die Rechte an ihren Büchern übernommen hatte, ging es ihr wirtschaftlich nicht gut. Allerdings schätzte Lederer ihre Lage auch falsch ein, da sie 1939 Hilfe ihrer Kollegin Annemarie Selinko ablehnte. Nach vielen vergeblichen Versuchen bekam Lederer 1939 ein Domestic permit, das ihr die Einreise nach Großbritannien erlaubte, um dort zu arbeiten. Bis 1943 war sie als Stubenmädchen im Hause des Industriellen Gordon Turner tätig. In dessen Haus traf sie u. a. ihre Kollegen Hilde Spiel, Stéphane Roussel und Peter de Mendelssohn wieder. 1944 fand sie eine Anstellung als Sekretärin und Übersetzerin beim Foreign Office in London und war hier bis 1952 tätig. 1946 wurde ihr die britische Staatsbürgerschaft verliehen. Nach Kriegsende blieb sie noch einige Jahre in London und kehrte 1956 nach Deutschland zurück. Sie ließ sich in München als freie Schriftstellerin nieder und wurde vom Verleger Kurt Desch unter Vertrag genommen.<br /><br /> 1973 gehörte Lederer dann auch zu den Opfern des sogenannten Deschskandals, bei dem Desch in den 1970er Jahren viele seiner Autoren – so auch Lederer – um die ihnen zustehenden Tantiemen gebracht hatte. Somit blieben auch jetzt ihre finanziellen Probleme schier unlösbar. Deshalb arbeitete sie streckenweise als Lektorin für verschiedene Zeitungen und schrieb auch einige Drehbücher fürs Fernsehen. Daneben übersetzte sie einiges (meistenteils noch unveröffentlicht) aus dem Englischen und begann ihre Autobiographie (ebenfalls unveröffentlicht) zu schreiben. Im Alter von 82 Jahren starb Joe Lederer fast vergessen am 30. 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Lazar war das jüngste von acht Kindern einer vermögenden jüdischen Wiener Familie. Ihre ältere Schwester Auguste Lazar war ebenfalls Schriftstellerin. Sie besuchte in Wien die bekannte Schwarzwaldschule, eine Gemeinschaftsschule mit reformpädagogischem Ansatz, an der ihr Interesse an literarischer Arbeit gefördert wurde. Hier traf sie mit zahlreichen prominenten Persönlichkeiten der damaligen Wiener Kulturszene zusammen, darunter Adolf Loos, Elias Canetti, Hermann Broch und Egon Friedell. Oskar Kokoschka porträtierte die junge Künstlerin hier 1916 in seinem Bild \"Dame mit Papagei\". Nach dem Ende der Schulzeit arbeitete sie als Lehrerin an einem zu den Schwarzwaldschulen gehörenden Landerziehungsheim am Semmering. <br /><br />1920 veröffentlichte sie mit <em>Die Vergiftung</em> ihren ersten Roman, ein Jahr später kam es zur Uraufführung ihres Einakters <em>Der Henker</em> an der Neuen Wiener Bühne. Beide Werke waren kein Erfolg und wurden von Publikum und Kritik nicht angenommen. Die Familie Lazar las den Text als Schlüsselroman. Die untragbare Familiensituation, die im Roman anhand der vergeblichen Ausbruchsversuche der Protagonistin Ruth geschildert wird, sah die Familie als einen direkten Angriff auf sich selbst. Auch ihre ältere Schwester Auguste Lazar legte im Rückblick eine biographische Lesart des Textes. 1923 heiratete Maria Lazar den Journalisten Friedrich Strindberg, das Paar trennte sich 1927 wieder. Beide hatten eine 1924 geborene Tochter. Lazar arbeitete in den 1920ern vorwiegend als Übersetzerin und übersetzte Werke aus dem Dänischen, Englischen und Französischen. Erst ab 1930 veröffentlichte sie wieder eigene Werke, diesmal unter dem nordischen Pseudonym Esther Grenen. Die Romane <em>Der Fall Rist</em> aus dem Jahr 1930 und <em>Veritas verhext die Stadt</em> aus dem Jahr 1931 waren erfolgreich. 1933 wurde ihr den Gaskrieg behandelndes politisches Schauspiel <em>Nebel von Dybern</em> in Stettin uraufgeführt, aber bald von den Nationalsozialisten vom Spielplan abgesetzt. Zusammen mit Bertolt Brecht und Helene Weigel folgte sie im Sommer 1933 einer Einladung der Schriftstellerin Karin Michaëlis und ging ins Exil auf die dänische Insel Thurø. Dort arbeitete sie weiter literarisch, hatte aber mit ihren Werken relativ wenig Erfolg. <br /><br />Ein erster Exilroman mit dem Titel <em>Leben verboten</em> erschien 1934 in London unter dem englischen Titel <em>No right to live</em>. 1937 erschien der Roman <em>Die Eingeborenen von Maria Blut</em> in der bekannten, in Moskau erscheinenden Exilzeitschrift <em>Das Wort</em>, die von Brecht, Lion Feuchtwanger und Willi Bredel herausgegeben wurde. Der Roman, der als ihr Hauptwerk gelten kann, schildert das Heranreifen des Nazismus in Österreich. Vergeblich bot sie es österreichischen wie Schweizer Verlagen an. Ein Schweizer Verleger schrieb ihr einen begeisterten Brief darüber, doch könne er die Herausgabe nicht riskieren. Ihre Schwester Auguste Lazar gab den Roman 1958, zehn Jahre nach dem Tod Maria Lazars, in der DDR heraus. Während der Jahre ihres Exils schrieb Lazar zahlreiche Beiträge für skandinavische und Schweizer Zeitungen und lebte unter anderem von Übersetzungen literarischer Werke aus dem Dänischen und Schwedischen ins Deutsche. <br /><br />1939 zog sie, durch die Heirat mit Strindberg schwedische Staatsbürgerin geworden, mit ihrer Tochter Judith Lazar nach Schweden. Nachdem bei ihr eine unheilbare Knochenkrankheit diagnostiziert worden war, beendete sie am 30. 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Anita Lasker ist die jüngste von drei Töchtern des deutschen Rechtsanwalts Alfons Lasker und dessen Ehefrau Edith, einer Violinistin.\r\n\r\nDie Dichterin Else Lasker-Schüler war die erste Ehefrau von Anitas Onkel Bertold Lasker. Ein weiterer Onkel war der US-amerikanische Schach-Meister Edward Lasker. Die Familie war deutsch-jüdischer Herkunft, assimiliert, bildungsbürgerlich und nicht religiös. Anita hatte seit 1938 Cello-Unterricht bei Leo Rostal in Berlin, einem älteren Bruder von Max Rostal.\r\n\r\nEnde 1939 gelang es den Eltern, die älteste Schwester Marianne als Begleiterin eines Kindertransports nach England in Sicherheit zu bringen. Die beiden jüngeren Schwestern Renate und Anita mussten in Breslau bleiben. 1942 wurden die Eltern nach Izbica deportiert und ermordet. Die Töchter kamen in ein Waisenhaus und mussten Zwangsarbeit in einer Papierfabrik leisten. Die zwei jungen Mädchen versuchten, mit Hilfe eigenhändig gefälschter Pässe sowie der Unterstützung durch Werner Krumme und dessen mit ihnen verwandter Ehefrau Ruth nach Frankreich zu entkommen, wurden aber schon am Bahnhof verhaftet und am 5. Juni 1943 wegen Urkundenfälschung zu Zuchthausstrafen verurteilt.\r\n\r\nAnita wurde im Dezember 1943 nach Auschwitz deportiert. Als verurteilte Kriminelle war sie ein Karteihäftling, wurde mit einem Gefangenentransport in das Lager gebracht und entging so der bei Sammeltransporten mit Juden üblichen Massenselektion, bei der die meisten sofort in die Gaskammern geschickt und dort ermordet wurden. Sie bekam die Häftlingsnummer 69388. Unmittelbar nach ihrer Ankunft wurde im Lager bekannt, dass sie Cello spielen konnte. Man gab ihr ein mit nur drei Saiten bestücktes Instrument und ließ sie in dem bislang nur aus Violinisten und Mandolinenspielern bestehenden Häftlingsorchester unter der Leitung von Alma Rosé mitspielen. \r\n\r\nSpäter wurde auch Anitas ältere Schwester Renate nach Auschwitz deportiert. Die Schwestern fanden einander und überlebten trotz einer Typhus-Infektion die Haft. Im November 1944 wurden sie ins Konzentrationslager Bergen-Belsen transportiert, wo die Zustände wesentlich schlechter waren. Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Lager. Sie war Zeugin im Bergen-Belsen-Prozess, der Mitte November 1945 endete. Ihr gelang es, zunächst nach Belgien und 1946 nach Großbritannien auszuwandern. Sie wurde Mitbegründerin des Londoner English Chamber Orchestra und spielte dort bis um die Jahrtausendwende als Cellistin. \r\n\r\nLasker heiratete den Pianisten Peter Wallfisch (1924–1993), der ebenfalls aus Breslau stammte und als Professor am Royal College of Music in London lehrte. Seitdem trägt sie den Familiennamen Lasker-Wallfisch. Aus der Ehe gingen der Sohn Raphael Wallfisch (* 1953), ein bekannter Cellist, und die Tochter Maya Lasker-Wallfisch (geb. 1958) hervor. Auch ihre Enkel Benjamin, Joanna und Simon Wallfisch sind Musiker.\r\n1994 besuchte Anita Lasker-Wallfisch zum ersten Mal seit ihrer Emigration wieder Deutschland. In den folgenden Jahren unternahm sie viele Vortragsreisen, besuchte immer wieder Deutschland, wo sie insbesondere an Schulen von ihrem Schicksal und dem anderer Opfer des Nationalsozialismus und des Holocaust berichtete. Immer wieder erzählte sie ihre Lebensgeschichte in Oral History-Interviews, so 2006 für das Online-Archiv Zwangsarbeit 1939–1945. Auf diesem Interview basiert der Kurzfilm Anita Lasker-Wallfisch. Musikerin – Jüdin – Überlebende in der Online-Anwendung Lernen mit Interview: Zwangsarbeit 1939–1945.\r\n\r\nIn dem im Jahre 2014 ausgestrahlten Dokumentationsfilm Night will fall – Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen berichtete sie über ihre Erlebnisse im KZ Bergen-Belsen. 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Als Tochter des Arztes Dr. Theodor Landau wuchs sie in Berlin auf, zwischen 1910 und 1912 erschienen erste Gedichtveröffentlichungen von ihr im Berliner Tageblatt. Ihre erste Ehe ging sie mit dem Breslauer Philosophen und Sozialdemokraten Siegfried Marck ein. Seit 1920 war sie in zweiter Ehe mit dem Schriftsteller Armin T. Wegner verheiratet und lebte mit ihm in Neuglobsow am Stechlinsee. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten der Nazis gelang es Lola Landau, ihre Kinder im Ausland in Sicherheit zu bringen. Sie selbst floh nach Palästina, wo sie als Englischlehrerin und Schriftstellerin arbeitete. Erst seit den 1970er-Jahren wurden ihre Werke in Deutschland wieder veröffentlicht, wie etwa 1987 ihre Autobiografie <em>Vor dem Vergessen – meine drei Leben</em>."]]]]]],["elementSetContainer",["elementSet",{"elementSetId":"1"},["name","Dublin Core"],["description","The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. 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Er war Zionist und Vorsitzender des Czernowitzer Makkabi-Fußballclubs. Liane und ihre Schwester sprachen zu Hause gehobenes Deutsch, sie lernte Rumänisch, Latein, Französisch, Hebräisch und Englisch. Für die jugendliche Liane war das großbürgerliche Gehabe der Eltern ein „Leben ohne Boden“. Mit der sowjetischen Besetzung der Bukowina 1939 musste sie auf eine jiddische Schule wechseln und Russisch lernen. Mit der rumänischen (Rück-)Eroberung der Bukowina 1941 wurden die Juden ghettoisiert und zum Teil nach Transnistrien deportiert. 1944 gelang es der Familie Schindler, auf einem bulgarischen Transportschiff von Constanța nach Istanbul zu gelangen und eine Einreiseerlaubnis für Palästina zu erhalten. Dort studierte sie Musik- und Sozialpädagogik. <br /><br />Ilana Shmueli war mit Oskar Kokoschka und Rose Ausländer befreundet. Einer ihrer Jugendfreunde war Paul Celan, den sie 1965 in Paris und dann wieder 1969 in Jerusalem traf. Sie verband die Lyrik und die Musik. Nach den Besuchen begannen sie einen regen Briefwechsel, der auch veröffentlicht wurde. Schon bald darauf starb Paul Celan 1970 in Paris. <br /><br />Ilana Shmueli arbeitete als Sozialpädagogin und Kriminologin und als Fortbildungsleiterin für das israelische Wohlfahrtsministerium in Tel Aviv. Erst nach ihrer Pensionierung begann sie zu schreiben und versuchte, Gedichte Celans ins Hebräische zu übersetzen. 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Rose Scherzer wuchs in einem weltoffenen, liberal-jüdischen, auch kaisertreuen Elternhaus auf, in dem die wichtigsten Regeln der jüdischen Tradition bewahrt wurden. Sie lebte in Czernowitz, bis ihre Familie 1916 vor der zweiten russischen Besetzung der Stadt im Ersten Weltkrieg nach Budapest floh. Von dort zog sie mit ihren Eltern weiter nach Wien und absolvierte 1919/1920 die einjährige Germinal-Handelsschule der Wiener Kaufmannschaft. Als sie 1920 in das nun rumänische Czernowitz/Cernăuţi zurückkehrte, trat sie eine Stelle in einer Rechtsanwaltskanzlei an und studierte als Gasthörerin Literatur und Philosophie an der Czernowitzer Universität, brach das Studium aber ein Jahr nach dem Tod des Vaters ab. <br /><br />In Czernowitz nahm sie am „Ethischen Seminar“ von Friedrich Kettner teil, einem praktisch-philosophisch orientierten Seminar, in dem v. a. Constantin Brunner, Spinoza, Platon und die Bibel rezipiert wurden. Gemeinsam mit ihrem Studienfreund Ignaz Ausländer verließ sie 1921 auf Anraten der Mutter die Bukowina und wanderte in die USA aus. Am 19. Oktober 1923 heiratete sie Ausländer in New York, wo sie mittlerweile als Bankangestellte arbeitete, trennte sich aber bereits Ende 1926 wieder von ihm. Im selben Jahr erhielt sie die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. <br /><br />1927 kehrte sie für acht Monate in die Bukowina zurück, um ihre erkrankte Mutter zu pflegen, und lernte den Kulturjournalisten und Graphologen Helios Hecht kennen. Das Paar reiste 1928 nach New York; Rose Ausländer veröffentlichte in den folgenden Jahren eine Reihe von Gedichten und Feuilletons in deutschsprachigen-amerikanischen Zeitungen. 1930 wurde ihre Ehe mit Ignaz Ausländer geschieden. 1931 kehrte Ausländer mit Hecht nach Czernowitz zurück. Sie veröffentlichte Gedichte und Aufsätze in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien, übersetzte aus dem Jiddischen und Englischen und gab Englischunterricht.<br /><br />Da sie mehr als drei Jahre nicht mehr in den USA gewesen war, wurde ihr 1934 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft aberkannt. 1935 trennte sie sich von Hecht. Sie arbeitete als Fremdsprachenkorrespondentin für eine Chemiefabrik in Bukarest. 1939 erschien durch die Vermittlung von Alfred Margul-Sperber ihr erster Gedichtband <em>Der Regenbogen</em>, der zwar von der Kritik gelobt wurde, aber beim Publikum durchfiel. Von Freunden in den USA gedrängt, wegen der bedrohlichen politischen Situation in Czernowitz nach New York zurückzukehren, reiste sie 1939 erneut in die USA, kehrte jedoch noch im selben Jahr nach Czernowitz zurück, um ihre schwer erkrankte Mutter zu pflegen. <br /><br />In der Folge des Hitler-Stalin-Pakts von 1939 besetzten im Juni 1940 sowjetische Truppen Czernowitz und die nördliche Bukowina. Ausländer wurde als angebliche US-Spionin vom sowjetischen Inlandsgeheimdienst NKWD verhaftet und nach viermonatiger Haft wieder aus dem Gefängnis entlassen. Sie arbeitete nun als Krankenschwester in einer Augenklinik. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion besetzten die mit Deutschland verbündeten rumänischen Truppen Anfang Juli 1941 Czernowitz. Auch Rumänen verfolgten und ermordeten Juden. Rose Ausländer wurde ins Ghetto der Stadt gesperrt, wo sie Paul Celan kennenlernte. Sie durfte die Stadt auch nach der Auflösung des Ghettos nicht verlassen, entging jedoch Zwangsarbeit und Deportation und überlebte in einem Kellerversteck. Im Frühjahr 1944 marschierte die Rote Armee in Czernowitz ein, das nun wieder sowjetisch wurde, und befreite die wenigen überlebenden Juden. <br /><br />Rose Ausländer reiste über Rumänien neuerlich nach New York und arbeitete wieder als Fremdsprachenkorrespondentin. Ihre Gedichte schrieb sie bis 1956 ausschließlich auf Englisch. 1957 traf sie in Paris Paul Celan; unter seinem Einfluss löste sie sich von ihrem klassisch-expressionistischen Ton und modernisierte ihren Stil.  1964 zog Rose Ausländer nach Wien um und 1965 nach Düsseldorf. Ihr zweiter Gedichtband <em>Blinder Sommer</em> (1965) war ihr literarischer Durchbruch. Bis 1971 unternahm Rose Ausländer ausgedehnte Reisen durch Europa, vor allem nach Italien und 1968/69 letztmals in die USA. 1972 zog sie ins Nelly-Sachs-Haus, das Altenheim der Jüdischen Gemeinde Düsseldorfs. <br /><br />Noch lange nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland war Rose Ausländer kaum bekannt, erst der Verleger Helmut Braun, den sie 1975 kennenlernte, änderte das. Bis zu ihrem Tod 1988 veröffentlichte sie zahlreiche Gedichtbände, die hohe Auflagen erreichten. 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