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Mit Hilfe der Bürgerrechtlerin, Autorin und Filmemacherin Freya Klier, die auch aus Dresden stammt, gelang kurz vor ihrem Lebensende die juristische Rehabilitation. Mit ihrer alleinerziehenden Mutter wuchs sie in ärmeren Verhältnissen in Dresden auf und erhielt Hilfen (Zedaka) durch die jüdische Gemeinde. Sie vollendete die Lehre als Verkäuferin und arbeitete in diesem Beruf, bis sie sich selbständig machte und mit einer Druckerpresse unter anderem die Zeitschrift <em>Spartakus</em> druckte. <br /><br />Nach der Machtübernahme 1933 wurde sie wegen „Führerbeleidigung“ inhaftiert. Sie heiratete den deutschen Künstler Max Krause heimlich in der Tschechoslowakei und wurde zusammen mit ihrem Ehemann 1935 erneut inhaftiert, da sie damit gegen die nationalsozialistischen Nürnberger Rassegesetze verstoßen hatte. 1936 wurden die Eheleute wegen Rassenschande verurteilt. Sie wurde als „Halbjüdin“ in die damalige Tschechoslowakische Republik ausgewiesen. <br /><br />Nach der deutschen Besetzung der Tschechoslovakei wurde Johanna Krause zur Zwangsarbeit an großen Kleiderpressen verpflichtet. Als ihre fortgeschrittene Schwangerschaft bekannt wurde, musste sie im achten Monat eine Zwangsabtreibung durch deutsche Ärzte ertragen, bei der sie gleichzeitig zwangssterilisiert wurde. Dann wurde sie in drei deutsche Konzentrationslager deportiert. Eines war 1944 das KZ Ravensbrück, wo sie irrtümlich einen roten Winkel statt eines Judensterns erhielt und sie als politische Gefangene auswies und dadurch vor der Vernichtung in den Gaskammern bewahrte. Durch diesen Zufall und ihre Typhuserkrankung kurz vor Kriegsende überlebte sie z. B. eine Erschießungsaktion der SS bei Kladrau. Sie wurde durch Angehörige der US-Streitkräfte befreit, musste mehrere Monate in einem Krankenhaus verbringen und kehrte nach Dresden zurück. <br /><br />Krause fand ihren Mann Max wieder und lebte mit ihm zusammen in Dresden, wo sie sich am Aufbau der DDR beteiligten. Ihre Mutter war im KZ Theresienstadt ermordet worden. Das Ehepaar Krause führte ab Anfang Mai 1946 mehr als zehn Jahre die Gaststätte Eisenacher Hof in Striesen, die gleichermaßen in Künstler- und Parteikreisen beliebt war. In ihrer Gaststätte identifizierte sie den ehemaligen deutschen SS-Offizier Herbert Ossmann, der sie in der NS-Zeit vergewaltigt und zu ermorden versucht hatte, als SED-Parteisekretär: „Da fiel mir alles, was ich in den Händen hatte, die Gläser und das Geschirr, herunter auf seinen Schoß […] Ich hatte den Mann, der mich umbringen wollte, wiedererkannt.“[4][5] Dem erfolglosen Versuch der Anklage und Rehabilitation vor einem DDR-Gericht folgten antisemitische Attacken. Sie wurde zusammen mit ihrem Mann im selben Gefängnis inhaftiert, in das sie schon zur NS-Diktatur wegen „Führerbeleidigung“ und Rassenschande gesteckt worden war. Das Ehepaar verlor die Betriebskonzession für die Gaststätte. Herbert Ossmann, der später „offenbar für den sowjetischen Geheimdienst arbeitete“,[5] machte Karriere als Funktionär der DDR-Einheitspartei SED und betrieb den SED-Parteiausschluss von Johanna Krause. 2000 wurde Krause mit dem Friedenspreis der Dresdner AnStiftung geehrt. Sie war ein aktives Mitglied der jüdischen Gemeinde Dresdens. 2001 starb Johanna Krause im Alter von 93 Jahren. Nach dem Mauerfall arbeitete Freya Klier an der Lebensgeschichte und veröffentlichte 1996 den Dokumentarfilm Johanna – eine Dresdner Ballade für den MDR. Der 30 Minuten lange Dokumentarfilm aus dem Jahre 1996 schildert die zweimalige Verfolgung der deutschen Bürgerin jüdischer Abstammung in der Nazidiktatur und in der DDR-Diktatur. 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Ruth Klüger wurde als Tochter eines jüdischen Frauen- und Kinderarztes in Wien geboren. Bereits in ihrer frühen Kindheit erlebte sie den Antisemitismus und die systematische Ausgrenzung der Juden aus dem öffentlichen Leben in ihrer Heimatstadt. Dass die nationalsozialistische Verfolgung auch vor ihrer eigenen Familie nicht Halt machte, erfuhr sie zunächst am Beispiel ihres Vaters, der nach Frankreich fliehen musste, ohne die Familie nachholen zu können, und ihres Halbbruders, der von der Mutter aus Prag nicht mehr nach Wien geholt werden konnte. Beide wurden später im Holocaust ermordet. 1942 wurde Ruth Klüger im Alter von elf Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter ins KZ Theresienstadt deportiert. Anschließend war sie im Theresienstädter Familienlager des KZ Auschwitz-Birkenau und danach in Christianstadt, einem Außenlager des KZ Groß-Rosen. 1945 gelang ihr die Flucht noch kurz vor dem Kriegsende. 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Im Jahr 1921 stand sie im Briefwechsel mit Rainer Maria Rilke. 1937 floh sie in die Niederlande, wurde 1943 zunächst im Durchgangslager Westerbork gefangengehalten und dann am 6. Dezember 1944 von hier aus nach Theresienstadt deportiert, wo sie die Befreiung erlebte und in die USA übersiedelte (seit 1947 in New York lebend). Dort arbeitete sie als Bibliothekarin am Leo-Baeck-Institut.\r\n\r\nNach dem Krieg versuchte sie, dem unfassbaren Erlebten sprachlichen Ausdruck zu verleihen, und schrieb Gedichte. Sie unterhielt freundschaftliche Beziehungen zu Paul Celan und Nelly Sachs. Sie emigrierte 1945 in die Niederlande und 1947 mit der Tochter in die USA. Ihr Sohn, der Student Peter David Blumenthal (* 4. April 1921 in Berlin) wurde am 23. Oktober 1941 in Mauthausen, ihr Mann, der Zahnarzt Dr. med. Herbert Blumenthal (* 25. Februar 1886 in Berlin) am 21. Oktober 1944 in Auschwitz ermordet. 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Im Herbst 1917 ging sie nach München, wo sie an einer sogenannten „Damenakademie“ Mal- und Zeichenschule für Frauen studierte, da die Akademie der Bildenden Künste weibliche Studierende nicht aufnahm. Lessie Sachs war Teil der lebendigen Münchner Bohème. Sie wurde bekannt als Porträt- und als Seidenmalerin. In München erlebte sie die kurze Phase der Räterevolution und trat im Februar 1919 der gerade gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands bei. Sie wurde dritte Schriftführerin in deren Schwabinger Sektion. Im Umfeld der kommunistischen Partei lernte sie den Autor Otto Urbas, Mitbegründer der Münchner KPD, kennen, mit dem sie sich verlobte. Nachdem sie in der zweiten Räterepublik deren Gegnern aufgefallen war, wurde sie nach der Niederschlagung zu achtzehn Monaten Haft im Gefängnis verurteilt. Es folgte eine polizeiliche strenge Überwachung. Im September 1920 trat sie die Haft im Strafgefängnis Breslau XII an, sechs Monate später wurde Sachs wegen guter Führung entlassen. <br /><br />1928 fing sie an, ihre ersten witzigen Gedichte für Freunde zu schreiben, die – lässig und pointiert – ganz dem Zeitgeschmack entsprachen. Sie publizierte dann sporadisch in bekannten Medien des bürgerlichen Feuilletons der Weimarer Republik. Zu ihrem Breslauer Freundeskreis gehörte der 13 Jahre jüngere Pianist und Komponist Josef Wagner. Sie arbeitete eng mit ihm zusammen. Die beiden heirateten 1933. Unter den Bedingungen eines Lebens im NS-Staat traf das Paar die Entscheidung zur Flucht aus Deutschland. Im August 1937 reiste das Ehepaar mit ihrer 1934 geborenen Tochter Dorothee in die USA aus. Zunächst landeten sie in St. Louis, Missouri. Ab Februar 1938 lebten sie in New York unter ärmlichen Verhältnissen. Lessie Sachs erkrankte an Krebs und starb 1942, ihr Mann Josef Wagner folgte ihr fünf Jahre später. <br /><br />1944 erschien posthum ein von ihrem Mann und befreundeten Schriftstellern zusammengestellter Band mit Gedichten. 2019 erschienen ihre Gedichte und ihre Kurzprosa im Feuilleton unter dem Titel <em>Das launische Gehirn</em>. "]]]],["element",{"elementId":"31"},["name","Birth Date"],["description"],["elementTextContainer",["elementText",{"elementTextId":"4105"},["text","1896"]]]],["element",{"elementId":"32"},["name","Geburtsort"],["description"],["elementTextContainer",["elementText",{"elementTextId":"4106"},["text","Breslau, Polen"]]]],["element",{"elementId":"33"},["name","Death Date"],["description"],["elementTextContainer",["elementText",{"elementTextId":"4107"},["text","1942"]]]]]],["elementSetContainer",["elementSet",{"elementSetId":"1"},["name","Dublin Core"],["description","The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. 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Sie entstammte einer Familie assimilierter großbürgerlicher Juden. Nach der Matura in der Schwarzwald-Schule wurde sie Mitarbeiterin der Tageszeitung <em>Neue Freie Presse </em>und studierte an der Universität Wien Philosophie. 1936 wurde Hilde Spiel zum Doktor der Philosophie promoviert. Von 1933 bis 1935 war sie Mitarbeiterin der Wirtschaftspsychologischen Forschungsstelle der Universität Wien, trat 1933 der später verbotenen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs bei und verfasste ihre ersten beiden Romane <em>Kati auf der Brücke </em>und <em>Verwirrung am Wolfgangsee</em>. <br /><br />1936 heirateten Hilde Spiel und der Schriftsteller Peter de Mendelssohn. Das Ehepaar emigrierte im gleichen Jahr wegen der antisemitischen Politik in Österreich nach London. Einige ihrer Erzählungen, die ihr Ehemann übersetzt hatte, wurden im <em>Daily Express</em> veröffentlicht. Der Ehe entstammten zwei Kinder. Hilde Spiel wurde 1941 britische Staatsbürgerin, und sie war von 1944 an als Essayistin für die <em>Zeitung New Statesman</em> tätig. 1946 flog sie als Kriegskorrespondentin dieses Blattes nach Wien. Die Notizen, die sie zu ihren Beobachtungen in Wien gemacht hatte, schrieb sie als Reisebericht nieder. 1946 ließ sich bis 1948 in Berlin nieder. Hier war sie als Theaterkritikerin für <em>Die Welt</em> sowie für die <em>Blätter The New Statesman and Nation</em>, <em>La France Libre</em>, den <em>Berliner Tagesspiegel</em> und die <em>Wochenzeitschrift</em> sie tätig. Nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien wirkte Spiel als Kulturkorrespondentin für die Presse und den Rundfunk. <br /><br />1963 kehrte sie endgültig nach Österreich zurück, wo sie weiterhin als Kulturkorrespondentin arbeitete und mehrere Essaybände und ihre Memoiren veröffentlichte. Nach der Trennung von Peter de Mendelssohn im Jahr 1963 und der Scheidung im Jahr 1970 war sie von 1972 bis 1981 mit dem Schriftsteller und pensionierten BBC-Mitarbeiter Hans Flesch von Brunningen († 1981) verheiratet. Hilde Spiel war Mitglied des Österreichischen PEN-Clubs, dessen Generalsekretärin sie von 1966 bis 1971 war. 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Die jüdische Religion spielte im Leben der Familie jedoch keine bedeutende Rolle. Ihre Eltern, die ihre beiden Töchter taufen ließen, waren aus der jüdischen Gemeinde ausgetreten, strebten eine Assimilation in die deutsche Gesellschaft an und bezeichneten sich als freireligiös. Der Vater, der als Weinhändler tätig war, hatte zudem seinen Vornamen von „Abraham“ zu „Adolf“ ändern lassen. <br /><br />Emmy Klieneberger-Nobel absolvierte nach dem Schulbesuch in ihrer Geburtsstadt dort zunächst auch das Lehrerinnenseminar, das sie 1911 abschloss. Zwei Jahre später erwarb sie ebenfalls in Frankfurt das Abitur und begann im gleichen Jahr ein Studium der Botanik und Zoologie, der Mathematik sowie der Physik an der Universität Göttingen. Sie setzte sie ihr Studium an der neugegründeten Universität Frankfurt fort, an der sie 1917 in Botanik promovierte. Sie wirkte ab 1922 am Städtischen Hygienischen Universitätsinstitut in Frankfurt und, nachdem sie als erste Frau an der Universität Frankfurt habilitert worden war, ab 1930 auch als Universitätsdozentin.<br /><br />1933 wurde ihr aufgrund ihrer jüdischen Abstammung die Lehrbefugnis entzogen. Sie konnte nach London emigrieren, wo sie bis 1962 am Lister Institute of Preventive Medicine tätig war. Ihr Bruder Carl Klieneberger, der bis 1933 als Chefarzt und Leiter der internistischen Abteilung des Städtischen Krankenhauses in Zittau tätig war, nahm sich aufgrund des zunehmenden Antisemitismus kurz vor der Aberkennung seiner Approbation 1938 das Leben, ebenso wie 1941 ihre Mutter und ihre Schwester.  Ihrem Bruder Otto Klieneberger, der Oberarzt an der Universitätsnervenklinik in Königsberg war, half sie bei der Ausreise aus Deutschland über Großbritannien nach Südamerika. Sie verblieb, unterbrochen von einer kurzen Tätigkeit am Hygienischen Universitätsinstitut der Stadt Zürich im Jahr 1947, bis zu ihrer Emeritierung 1962 am Lister Institute."]]]]]],["elementSetContainer",["elementSet",{"elementSetId":"1"},["name","Dublin Core"],["description","The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. 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Sie studierte in Heidelberg Mathematik und Physik und in Dresden-Hellerau an der Schule Émile Jaques-Dalcroze Rhythmik und Gehörbildung. <br /><br /></div>\n<div>1914 heiratete Dore Marcus den Mathematiker, Pädagogen und Philosophen Artur Jacobs. Gemeinsam gründen sie den <em>Bund - Gemeinschaft für sozialistisches Leben.</em> Ziel war eine Lebensweise, in dem die ganze Person aufgehen sollte – Körper, Geist und Seele. Hierzu gehörten auch Bewegung und Tanz.<br /><sup class=\"reference\"><a href=\"https://de.wikipedia.org/wiki/Dore_Jacobs#cite_note-2\"><br /></a></sup></div>\n<p style=\"text-align:justify;\">1925 gründete sie die <i>Bundesschule für Körperbildung und rhythmische Erziehung</i> (heute: <i>Dore-Jacobs-Berufskolleg</i>). Die Schulen wurden 1934 verboten und geschlossen. Dore Jacobs überlebte im Untergrund mit Hilfe des <i>Bundes</i>, der unter der Führung ihres Mannes Artur Jacobs illegal weiterarbeitete. 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Vera Leiners polnischer Vater Heinz Leiner und ihre ungarische Mutter Louise Leiner-Reichmann schickten sie 1936 gemeinsam mit ihren beiden Schwestern zum Schutz vor den Nazis per Kindertransport in die Schweiz. Ihre Eltern konnten Deutschland nicht mehr verlassen und wurden 1942 in Belzec ermordet. Ihre Schulzeit verbrachte sie zwischen 1938 und 1949 in Teufen AR und Trogen AR. In der Folge begann ihre künstlerische Entwicklung. <br /><br />1998 erkrankte Vera Isler-Leiner an Brustkrebs. Für die Folge der Mastektomie entwarf sie ihr eigenes Tattoo. Vera Isler-Leiner hat zwei Töchter und war in zweiter Ehe verheiratet mit Literaturwissenschaftler und Journalisten Manuel Isler. Sie lebte in Bottmingen, Basel, Nizza und New York. Während eines ersten längeren USA-Aufenthaltes in New York, Los Angeles, und San Francisco beschränkte sie sich 1980 auf den fotografischen Bereich. Dabei konzentrierte sich auf Gesichter. Sie bereiste Europa, Sibirien, Japan, China und Australien. 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