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Sie war das älteste Kind des Berliner Kaufmanns Theodor Samosch und dessen Ehefrau Augusta Rosenthal. Auf Veranlassung der Mutter erhielt sie ab ihrem siebten Lebensjahr Tanzstunden. 1915/1916 nahm sie Schauspielunterricht bei Maria Moissi und Alfred Breiderhoff. Sie debütierte im Februar 1916 als Tänzerin. Wenig später erhielt Gert ein Engagement an den Münchner Kammerspielen. Im Jahr darauf konnte sie bereits große Erfolge als Solotänzerin in Berlin und München verzeichnen. Ihre exzentrischen Tanzpantomimen, in denen sie Sujets wie Boxen, Nervosität, Kupplerin, Politiker und Prostitution analysierte und deren Vielschichtigkeit als Einheit umsetzte, machten sie schließlich zum skandalumwitterten Star. Gert entwickelte ihre Tanz-Nummern selbst, nach von ihr selbst gewählten Themen. Sie realisierte in den 1920er-Jahren auch radikalere Tänze wie den Tod: ein Tanz über die letzten Atemzüge eines Menschen, der beinahe aus Bewegungslosigkeit besteht und in seiner Radikalität einzigartig im Modernen Tanz oder der Performance der Zeit war. Im Jahr 1925 war sie erstmals in einem Stummfilm zu sehen: In Hans Neumanns Parodie von <em>Ein Sommernachtstraum</em> verkörperte sie den Puck. Kurz darauf setzte Georg Wilhelm Pabst sie in seinem während der Inflationszeit spielenden Straßenfilm <em>Die freudlose Gasse</em> (1925) ein, in dem sie eine schmierige Kupplerin gab. <br /><br />Nach 1933 hatte Gert, von den Nazis als „entartet“ diffamiert, in Deutschland außer im Kulturbund Deutscher Juden keine Auftrittsmöglichkeiten mehr und hielt sich länger in Frankreich, den USA und vor allem in England auf, kehrte jedoch immer wieder nach Deutschland zurück. 1936 heiratete sie in London ihren zweiten Ehemann, den Schriftsteller Robin Hay Anderson. Anfang 1939 emigrierte sie in die USA. Hier hatte sie es schwer, in ihrem bisherigen Beruf zu arbeiten, und war einige Wochen oder Monate lang in Provincetown als Aktmodell tätig. 1941 eröffnete Gert in New York die <em>Beggar Bar</em>, ein künstlerisches Kabarett. Dort trat u. a. Kadidja Wedekind mit Rezitationen der Gedichte ihres Vaters Frank Wedekind auf; einer ihrer Kellner war der später als Dramatiker weltberühmt gewordene Tennessee Williams, der hier auch eigene Gedichte vortrug. In Provincetown, Massachusetts, eröffnete Gert 1946 für einen Sommer das Kabarett <em>Valeska’s</em>.<br /><br /> 1947 kehrte Gert nach Europa zurück. Nach Zwischenaufenthalten in Paris und Zürich, wo sie das Kabarett <em>Café Valeska</em> eröffnete, reiste Gert 1949 in das unter Blockade stehende Berlin, wo sie zunächst das Kabarett <em>Bei Valeska</em> und im Folgejahr das Kabarett <em>Hexenküche</em> eröffnete, für die sie den jungen Klaus Kinski engagierte. Sie selbst spielte in der Hexenküche die für ihre Grausamkeit berüchtigte KZ-Kommandeuse Ilse Koch. Im Jahr 1951 erfolgte die Eröffnung des Nachtlokals Ziegenstall in Kampen auf der Nordseeinsel Sylt. Im Jahr 1965 engagierte sie der italienische Filmregisseur Federico Fellini für den Film <em>Julia und die Geister. </em>1970 erhielt sie das Filmband in Gold für ihr langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film. Im Jahr 1973 wirkte sie in R. W. Fassbinders TV-Serie<em> Acht Stunden sind kein Tag</em> mit und 1976 war sie in Volker Schlöndorffs <em>Der Fangschuß</em> zu sehen. Schlöndorff drehte anschließend die Dokumentation <em>Nur zum Spaß, nur zum Spiel</em>, in der Gert über ihr Leben erzählt und einige Tänze und Performances wie die KZ-Kommandeuse Ilse Koch vorführt. <br /><br />Am 18. März 1978 machten sich Nachbarn und Bekannte Sorgen, weil Valeska Gert seit vier Tagen nicht mehr gesehen worden war. Als die Haustür in Gegenwart der Polizei gewaltsam geöffnet wurde, war Gert bereits tot. Vermutlich starb sie am 16. März 1978. Valeska Gert wurde in ihrer Geburts- und Lieblingsstadt Berlin beerdigt, wo sie auch nach ihrer Remigration noch lange Zeit (parallel zu Sylt) eine Wohnung hatte. 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April 1864 als Bertha Szeps in Wien, Kaisertum Österreich; † 16. Oktober 1945 in Paris) war eine jüdische österreichische Schriftstellerin, Journalistin, Kritikerin und Salonnière. Berta Szeps (sie schrieb ihren Vornamen später immer ohne h, in Frankreich aber Berthe) wuchs als Tochter des liberalen Zeitungsverlegers Moritz Szeps, der das Neue Wiener Tagblatt leitete, und seiner Frau in Wien auf und wurde durch Hauslehrer unterrichtet. Als Begleiterin ihres Vaters und gelegentlich auch als Schriftführerin oder als geheime Botin nahm sie schon als Teenager an seinen Gesprächen und Kontakten mit in- und ausländischen Prominenten teil und hatte daher schon früh einen sehr weit gespannten Bekannten- und Freundeskreis. Sie heiratete am 15. April 1886 den damals in Graz als Universitätsprofessor tätigen Anatomen Emil Zuckerkandl und zog zu ihm nach Graz, bis er 1888 die Professur in Wien erhielt. <br />Berta Zuckerkandl führte in Wien vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1938 einen literarischen Salon, zunächst in einer von ihrem Mann auf ihren Wunsch angekauften Villa in der Nußwaldgasse in Döbling, seit 1892 der 19. Wiener Gemeindebezirk, von 1917 an im Stadtzentrum, dem 1. Bezirk, im Palais Lieben-Auspitz (Eingang Oppolzergasse) beim Burgtheater, wo sich heute eine Gedenktafel befindet. In diesem Salon verkehrte die künstlerische und wissenschaftliche Elite des Landes, darunter Johann Strauss (Sohn), Gustav Klimt, Arthur Schnitzler, Max Reinhardt und Franz Theodor Csokor. Alma Mahler-Werfel lernte hier 1901 Gustav Mahler kennen. Zu den von Berta Zuckerkandl protegierten Künstlern gehörten unter anderen Anton Kolig und Sebastian Isepp vom Nötscher Kreis. Besonders verbunden war sie mit der Secession und der Wiener Werkstätte, beide mit ihrem Zuspruch und ihrer publizistischen Unterstützung entstanden. Zuckerkandls ältere Schwester Sophie (1862–1937) war mit Paul Clemenceau, dem Bruder des späteren französischen Ministerpräsidenten Georges Clemenceau, verheiratet. Sophie und Berta hatten die Clemenceaus im Rahmen der Bestrebungen ihres Vaters, die Verbindungen zwischen Österreich-Ungarn und Frankreich zu stärken, kennengelernt.<br /> Bei ihren häufigen Besuchen in Paris lernte Berta im Salon ihrer Schwester unter anderem Auguste Rodin und Maurice Ravel kennen. Auf Grund dieser guten Verbindungen nach Frankreich war sie während des Ersten Weltkriegs, 1917, in die erfolglos gebliebenen Bemühungen Kaiser Karls I. und seiner Gattin Zita um einen Separatfrieden eingebunden (Sixtus-Affäre). Als Journalistin für die Bereiche Theater und Kunst arbeitete Zuckerkandl für die Wiener Allgemeine Zeitung und das Neue Wiener Journal. Sie war Vorkämpferin für die Secession, die Wiener Werkstätte und Mitbegründerin der Salzburger Festspiele. In ihrem Salon fand die erste öffentliche Lesung von Hofmannsthals Jedermann statt. Sie übersetzte auch mehrere Theaterstücke aus dem Französischen, so von Marcel Achard, Jean Anouilh, Jacques Bousquet und Paul Géraldy. Österreichische Politiker der Zwischenkriegszeit, die Frankreich als Siegermacht des Ersten Weltkriegs um Unterstützung bzw. um Investitionen französischer Geldgeber in das arm gewordene Österreich bitten wollten, nahmen mehrmals Berta Zuckerkandls sehr gute Kontakte in Paris in Anspruch. Deshalb war sie mit Bundeskanzler Ignaz Seipel ebenso in Verbindung wie später mit Engelbert Dollfuß. <br />Als das Deutsche Reich Österreich 1938 anschloss, musste Berta Zuckerkandl als Jüdin fliehen. Der französische Autor Paul Géraldy kam nach Wien und half Zuckerkandl bei ihrer Flucht nach Paris. Dort hatte sie engen Kontakt zu anderen vertriebenen Österreichern wie beispielsweise Franz Werfel. Als Trägerin des Ordens der Ehrenlegion war sie von der Internierung in Frankreich ausgenommen und konnte im Frühjahr 1940 zu ihrem schon früher ausgewanderten Sohn Fritz nach Algier übersiedeln. Nach der Eroberung Algiers durch die Alliierten arbeitete sie bei einem Rundfunksender der Alliierten an Radiosendungen mit, in denen sie die Österreicher zum Widerstand gegen die Nationalsozialisten aufrief. Die Ausreise in die USA gelang ihr nicht. Aus dem Jahr 1945 sind Briefe an Franz Theodor Csokor erhalten, in denen sie ihm für die Zukunft in Österreich alles Gute wünscht, aber bezweifelt, ihre Heimatstadt noch einmal zu sehen. Sie kehrte 1945, bereits schwer krank, nach Paris zurück und starb dort noch im selben Jahr. Zuckerkandls Grab befindet sich auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris. Im Jahr 2009 wurde in Wien-Alsergrund (9. Bezirk) der Bertha-Zuckerkandl-Weg nach ihr benannt, ein Fuß- und Radweg auf dem ehemaligen Verbindungsbogen der Stadtbahn, parallel zum Donaukanal und zur Spittelauer Lände. Zusätzlich wurde eine Erläuterungstafel zur Straßennamen-Verkehrstafel angebracht. 2012 kaufte die Österreichische Nationalbibliothek von Berta Zuckerkandls in den Vereinigten Staaten lebendem Enkel Emile Zuckerkandl sein persönliches Archiv mit den Autografen berühmter Persönlichkeiten, wie sie bei seiner Großmutter aus und ein gingen, mit vielen Briefen an Berta Zuckerkandl und mit ihrem Bericht über ihre Flucht von Frankreich nach Algier. 2013 haben Theresia Klugsberger und Ruth Pleyer diesen Bericht unter dem Titel<em> Flucht! Von Bourges nach Algier</em> im Sommer 1940. im Czernin Verlag in Wien herausgegeben. 2014 und 2016 erwarb die Österreichische Nationalbibliothek weitere Teile aus dem Nachlass von Berta Zuckerkandl, unter anderem unveröffentlichte Briefe von Raoul Aslan, Joseph Roth und Ödön von Horváth."]]]],["element",{"elementId":"54"},["name","Studium"],["description"],["elementTextContainer",["elementText",{"elementTextId":"1017"},["text","Privatlehrer"]]]],["element",{"elementId":"34"},["name","Occupation"],["description"],["elementTextContainer",["elementText",{"elementTextId":"1018"},["text","Journalistin, Saloniere, Schriftstellerin "]]]]]],["elementSetContainer",["elementSet",{"elementSetId":"1"},["name","Dublin Core"],["description","The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. 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Sie war die Tochter des Instrumentenhändlers Apollo Klinckerfuß (1840–1924) aus dessen Ehe mit der Pianistin Johanna Klinckerfuß geb. Schultz (1855–1924) und hatte drei Brüder und eine Schwester. Ihr Bruder Bernhard Klinckerfuß (1881–1940) wurde Maler. Von 1888 bis 1896 studierte sie Klavier am Stuttgarter Konservatorium. Etwa 1912 trat sie dem Johanniterorden bei und nahm am Ersten Weltkrieg als Johanniterschwester teil. Nach 1933 äußerte sie sich mehrfach kritisch über den Nationalsozialismus und wurde deshalb 1937 von der Gestapo verhaftet und in die psychiatrische Klinik Christophsbad in Göppingen eingewiesen. Nach 1945 arbeitete sie dort als Musiktherapeutin.\r\n\r\nWertvoll ist ihre 1947 veröffentlichte Autobiographie, die Erinnerungen an zahlreiche bedeutende Künstler enthält, darunter an Johannes Brahms, Ferruccio Busoni, Wilhelm Furtwängler, Edvard Grieg, Wilhelm Kempff, Carl Spitteler, Marchese Silvio della Valle di Casanova, Justus Hermann Wetzel und Hugo Wolf. 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Sie wurde als Tochter eines Obst- und Gemüsehändlers in einem armen Teil des Amsterdamer Judenviertels geboren, wo sie von 1916 bis 1922 die Grundschule besuchte. Mit 14 Jahren arbeitete sie in einem Nähatelier und nahm daneben Tanzunterricht. Ab 1930 tanzte sie im Niederländischen Ballett und wirkte ab 1934 in der Revue von Bob Peters und der Bouwmeeser-Revue mit. Nach Beginn des Spanischen Bürgerkrieges 1936 trat sie der Kommunistischen Partei bei.\r\n\r\nIm Jahr 1937 lernte sie den aus Berlin emigrierten Pianisten Eberhard Rebling (1911–2008) kennen, den sie 1942 heiratete. Mit ihm gab sie ab 1938 eigene Abende mit jiddischen Liedern, bei denen sie auch Tanzdarbietungen aufführte. Daneben studierte sie Tanz bei Olga Preobraschenskaja in Paris und Gesang bei Eberhard E. 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Sie wurde 1893 als Tochter des Kaufmanns Ludwig Hoffmann und dessen Ehefrau Margarethe geboren. Sie besuchte die Frauenschule in Weimar und machte danach eine Ausbildung zur Grafikerin und Malerin an der Breslauer Kunstakademie. Bereits 1925 wurden ihre Arbeiten in der Zeitschrift Gebrauchsgraphik abgedruckt.<br /><br />1929 heiratete sie in Breslau den Berliner Bankvorsteher Erich Scheye und zog zu ihm in die Hauptstadt. Kurz nach Erscheinen ihres Erstlingswerks <em>Pauline aus Kreuzburg</em> erhielt sie Schreib- und Publikationsverbot, weil ihr Ehemann Jude war. 1938 hatte sie erstmals einen Aufenthalt in den USA. Sie erkämpfte mehrfach ein Wiedersehen mit ihrem in einem Konzentrationslager inhaftierten Mann, konnte aber seine Ermordung in Auschwitz 1943 nicht verhindern. Ihre weiteren Veröffentlichungen, zumeist zum Thema jüdisches Schicksal und Exil, erschienen ab 1946. 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Sie schrieb sich danach an der Damenakademie des Berliner Künstlerinnenvereins ein und lernte dort bei Käthe Kollwitz und Anderen. Deren künstlerisches Wirken stand im Zeichen eines sozialkritischen Engagements. Durch ihre Beziehung mit dem Dozenten George Mosson gelang es Grund schnell, im Milieu der Künstler Fuß zu fassen. 1912 zog sie gemeinsam mit den Berliner Bekannten Fanny Remak und Augusta von Zitzewitz nach Paris, um ihr Studium zu vertiefen. In Paris lernte sie den deutschen Dichter und Schriftsteller Franz Hessel kennen. Die beiden heirateten im Juni 1913. Hessel wurde bald schwanger und brachte 1914 ihren ersten Sohn Ulrich in der Schweiz zur Welt. Franz Hessel zog wenige Tage nach der Geburt seines Sohnes in den Krieg. Im Juli 1917 kam der zweite Sohn, Stefan Hessel, zur Welt. Nach Ende des Krieges 1918 kehrte Franz Hessel von der Front zurück. Neben der Ehe mit Franz Hessel hatte Helen Hessel über dreizehn Jahre hinweg eine Beziehung mit dessen bestem Freund Henri-Pierre Roché. Dieser schrieb über die Dreiecksbeziehung der beteiligten Personen den Roman <em>Jules et Jim</em> (erschienen 1953, verfilmt 1962). <br /><br />1919 beendete Hessel im Zuge ihrer Lebenskrise ihre Karriere als Künstlerin und arbeitete einige Monate als Landwirtin unter anderem in Polen und Schlesien.1921 ließ sich das Paar scheiden, damit Hessel und Roché zusammenleben konnten. Im Sommer 1922 heirateten Helen und Franz Hessel erneut, obwohl die Affäre zwischen Roché und Hessel weiterhin bestand. Die Familie zog 1925 nach Paris, bevor Franz Hessel zu Beginn des Nationalsozialismus wieder nach Berlin zurückkehrte. Er war jüdischer Herkunft und nachdem 1935 die Nürnberger Gesetze erlassen wurden, drängte Helen Hessel darauf Deutschland zu verlassen, was ihr Ehemann allerdings ablehnte. Als Hessel aufgrund ihrer Ehe mit einem Juden gekündigt wurde, ließ sie sich erneut scheiden, um ihrer Tätigkeit als Journalistin weiterhin nachgehen zu können. 1938 besorgte Hessel im Alleingang die benötigten Dokumente, um ihren Mann ohne gültigen Reisepass nach Paris zu holen und vor dem Nationalsozialismus zu retten. Nachdem Frankreich von den deutschen Armeen besetzt wurde, wurden Franz und Ulrich Hessel festgenommen und verbrachten einige Monate in einem Konzentrationslager. Nach der Freilassung von Ehemann und Sohn verstarb Franz Hessel 1941. Helen und Franz Hessel waren zwar geschieden, lebten jedoch bis zu seinem Tod als Paar zusammen.<br /><br /> Nach dem Tod ihres Ehemannes und den Erinnerungen, die der Krieg hinterlassen hatte, verfiel Hessel in eine Depression und versuchte Suizid zu begehen. Schließlich zog sie im Sommer 1947 zu ihrem jüngeren Sohn nach New York. Dort arbeitete sie unter anderem als Hausmädchen in Kalifornien. 1950 kehrte sie nach Frankreich zurück. 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Sie war die Privatsekretärin von Wilhelm Furtwängler und musste wegen ihrer jüdischen Herkunft in der Zeit des Nationalsozialismus emigrieren. Berta Geissmar war die Tochter des Rechtsanwalts Leopold Geissmar und der Anna geborene Hirsch. Zu ihren Vorfahren zählten Rabbiner, Kantoren und Religionslehrer. Nach dem 1910 abgelegten Abitur studierte Berta Geissmar an der Universität Heidelberg Philosophie im Hauptfach und Psychologie, Kunstgeschichte und Archäologie in den Nebenfächern. Ihr Studium schloss sie 1920 mit dem Doktorexamen ab. Ab 1921 wurde sie von Wilhelm Furtwängler als private Sekretärin und Konzertmanagerin angestellt. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit endete im Dezember 1934, als Furtwängler dem Druck der Nationalsozialisten nachgab und sich von seiner langjährigen jüdischen Mitarbeiterin trennte.\r\n\r\nAnfang 1936 reiste Berta Geissmar als erste Station ihrer Emigration in die USA zu Freunden. 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